Wie Konflikte das Gemeindeleben beeinflussen

  1. Innergemeindliche Kämpfe und unbereinigte Konflikte schwächen die Gemeinden Jesu
  2. Mangelhafte Konfliktfähigkeit führt zu Trennungen
  3. Streitende Gemeinden gewinnen keine Mitglieder
  4. Um die Konfliktfähigkeit von Christen und Gemeinden zu verbessern und damit ein harmonischeres und wachstumsförderndes Klima zu schaffen…
  5. Um die Konfliktfähigkeit von Gemeinden zu erhöhen und Wachstum zu generieren braucht es…

 

1. Innergemeindliche Kämpfe und unbereinigte Konflikte schwächen die Gemeinden Jesu
 

Eine von Satans erfolgreichsten Strategien, um Gemeinden schwach und kraftlos zu halten sind innergemeindliche Kämpfe und unbereinigte Konflikte. Bei diesem Thema geht es für unsere Gemeinden um Leben und Tod. Aber besonders wichtig ist es für unsere Leiter, weil sie meistens im Zentrum des Konflikts stehen und mit für eine Lösung zuständig sind.
 

Christianity Today hat einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel “Why Pastors Leave the Ministry” („Warum Pastoren den Dienst quittieren“). Vielleicht denken Sie, dass sexuelle Unmoral oder finanzielle Aspekte der Hauptgrund dafür ist, aber das stimmt nicht. Der Hauptgrund, warum Pastoren ihren Dienst aufgeben, sind die endlosen zwischenmenschlichen Konflikte und Nörgeleien in der Familie der Gläubigen.
 

In seinem bemerkenswert tiefgründigen Buch „The Mark of the Christian“ (“Das Kennzeichen des Christen“) sagt Francis Schaeffer aufgrund jahrelanger Erfahrung, dass der sichtbare Kernpunkt in den meisten Konflikten nicht das eigentliche Thema ist, sondern die Art der Worte, Taten und Äußerungen im Zusammenhang mit dem Konflikt:
 

"Eines habe ich bei den Differenzen unter wahren Christen in vielen Ländern beobachtet: Was echte christliche Gruppen und Christen voneinander trennt und scheidet – und es hinterlässt Bitterkeit, manchmal über Generationen – ist nicht in erster Linie Lehre oder Glaube, die zu den Zwistigkeiten führen. Immer ist es der Mangel an Liebe – und die bitteren Dinge, die von echten Christen im Streit gesagt werden."

 

2. Mangelhafte Konfliktfähigkeit führt zu Trennungen
 

Die Christenheit hat sich hoffnungslos zersplittert. Gab es zunächst die eine Gemeinde, so folgte Trennung auf Trennung. In den ersten Jahrhunderten noch etwas langsamer – man denke an die Abspaltung der Kopten im 5. Jahrhundert –, dann der Graben zwischen römischer und orthodoxer Kirche durch das große morgenländische Schisma von 1054. Und seit der Reformationszeit ist kein Halten mehr. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, Bischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel), hat vorgerechnet, dass es im Jahr 1900 bereits 1.900 Denominationen gab. Heute seien es rund 38.000 – und wenn sich dieser Trend fortsetze, werden es 2025 rund 55.000 Kirchen sein.

 

Und das alles, weil Christen nicht wissen, wie sie bei unterschiedlichen

Auffassungen unter einem Dach bleiben können.

 

3. Streitende Gemeinden gewinnen keine Mitglieder

 

Was ist das Geheimnis wachsender religiöser Gemeinden? Welcher „Dünger“ lässt die Besucherzahlen sprießen? Diesen Fragen geht ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt in den USA nach. Ein Ergebnis lautet, dass ein konfliktarmes Gemeindeleben ein entscheidender Wachstumsfaktor sei.
 

Die Analyse einer 2005 durchgeführten Umfrage unter 884 zufällig ausgewählten christlichen jüdischen und muslimischen Gemeinden hat das Institut für Religionsforschung am Theologischen Seminar in Hartford (Bundesstaat Connecticut) jetzt präsentiert. 93 Prozent waren christliche Gemeinden.
 

Der Wille zum Wachstum nicht aus, so die Studie. Er müsse in ein geplantes Vorgehen münden. Zu den entscheidenden Wachstumsfaktoren zählen eine klare Vorstellung von Identität und Auftrag der Gemeinde, ein konfliktarmes Gemeindeleben, abwechslungsreiche Gottesdienste, die Internet-Präsenz und die geographische Lage.

  • Am deutlichsten fördert ein harmonisches Gemeindeleben das Wachstum.
  • Gemeinden mit schweren inneren Konflikten fällt es schwer, Mitglieder zu gewinnen.
  • Gemeinden, die einen Plan zur Mitgliedergewinnung aufstellen, wachsen eher als andere.
  • Auch geht es mit einer konservativen, evangelikalen Theologie eher voran als mit einer liberalen und bibelkritischen.
  • Moderne Gottesdienstformen ziehen mehr Besucher an als herkömmliche.
  • Grundsätzlich gilt: je mehr unterschiedliche Gottesdienste, desto mehr Kirchgänger.
  • Für Attraktivität sorgen auch die Mitwirkung von Kindern im Gottesdienst und das Ansprechen junger Familien.

 

 

 

4. Um die Konfliktfähigkeit von Christen und Gemeinden zu verbessern und damit ein harmonischeres und wachstumsförderndes Klima zu schaffen…
 

  • … helfen keine guten Ratschläge!!
  • … helfen keine Erklärungen wie man sich verhalten sollte.
  • …Es hilft nicht das zitieren von Bibelstellen
  • …Es helfen keine Ermahnungen nicht zu streiten
  • …Es hilft kein Gejammer über den Zustand der Gemeinde
  • …Es helfen keine psychologischen Analysen
  • …Schweigen hilft nicht
  • …Verurteilen hilft nicht.
  • …Es hilft nicht, einen Schuldigen zu suchen
  • …Es hilft nicht auseinander zu gehen

 

5. Um die Konfliktfähigkeit von Gemeinden zu erhöhen und Wachstum zu generieren braucht es…
 

  • … aktives Zuhören
  • … gelebte Liebe: „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“
  • … den Mut, auch mal als Verlierer vom Platz zu gehen
  • … Verantwortungsübernahme für das eigene Handeln
  • …Wahrnehmen der Bedürfnisse des Anderen
  • … das Erleben, wie man gut Konflikte löst
  • …Begleitetes Streiten durch einen externen Dritten
  • … das Besinnen auf biblische Maßstäbe
  • … Respekt gegenüber den Mitchristen
  • … das anerkennen der Unterschiedlichkeit verschiedener Menschen
  • …die Erfahrung: Es geht doch
  • …Es hilft das Erleben, wie ein Konflikt gelöst wird!
  • …Es hilft nur die Erfahrung, die möglich wird, wenn man neue Wege einschlägt.
  • …Es hilft Mediation!!
  • …die Ausbildung und Einsetzung von Friedensstiftern!!

 

 

 

 

 

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